Alienware m17X Notebook im Test

Alienware m17x R4 Review

Alienware m17x R4 Testbericht

Führungszeugnis für das Alienware m17x Notebook

von Angus | Administration AW-Community.com

Manchmal gibt es auch schöne Anrufe. Zum Beispiel der von DellManiac.de, als sie mich fragten, ob ich nicht Lust hätte einen Alienware m17x zu testen, den sie gerade ins Haus bekommen haben. Nun war weniger die Lust das Problem als die Zeit, aber die neue Highend Grafikkarte des Alienware m17x, die nVidia GTX 680M, hat mich dann doch gereizt. Also Zeitfenster geschaffen und losgetestet.

 

Alienware M17X – Einst Flaggschiff für mobiles Gaming

Seit nunmehr 2 Generationen schon müssen sich die 17“ Geräte leistungstechnisch nur mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Die Konkurrenz kommt dabei aus dem eigenen Hause und hört auf den Namen M18X. Neben des größeren Formfaktors (18“) ist es primär die Fähigkeit der dualen Grafik, um welche zuerst das M17X R3 regelrecht kastriert wurde. Auch dem hier vorliegenden M17X R4 war es nicht vergönnt 2 potente Grafikkarten zu fassen. Wobei sich durchaus die Frage stellt, ob es für den Casual Gamer überhaupt essentiell ist, über mehrere Grafikprozessoren zu verfügen. Immerhin betrachten wir hier ein ursprünglich auf Mobilität ausgelegtes Produkt. Zusätzliche Komponenten bedeuten automatisch ein höheres Gewicht, einen höheren Stromverbrauch und auch eine höhere Belastung für das Bus-System, welche nicht unerheblich ist. Doch alles der Reihe nach.

 

Alienware M17X angefasst

Das seit fast einem Jahr auf dem Markt und in 2 Gehäusefarben – Nebula Red oder Stealth Black – erhältliche Alienware M17X R4 lässt sich Dell-typisch mit diversen Komponenten konfigurieren. Je nach Geldbeutel und Verwendungszweck kann man sich demnach stärkere oder weniger stark performante Systeme zusammenstellen. Wobei weniger stark nicht zwangsläufig schwachbrüstig bedeutet.

 

Alienware M17X Testgerät-Konfiguration

„540“]Display: FullHD Display
Prozessor: Intel® Core™ i7 3630QM Prozessor der 3. Generation
Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
Grafikkarte: nVidia GTX 680m
Festplatten: 750GB HDD und 32GB Caching SSD

Video-Anschlüssse: HDMI in & out, VGA, MiniDisplay Port
Audio: Mikro, miniKlinke, Mehrkanal S/P DIF
Laufwerk: BluRay Laufwerk
Netzwerkk: 2 x 3.0 USB, 2 x 2.0 USB, RJ45, eSata
Mobil: Killer Wireless-N Netzwerkkarte, Bluetooth 4.0

Betriebssystem: Windows 8 64bit

 

Alienware M17X – Erster Eindruck

Vom äußeren Erscheinungsbild her macht die Verarbeitung des Gerätes eine sehr gute Form. Es finden sich weder große Spaltmaße noch wacklige bzw. zu lasch montierte Teile. Im direkten Vergleich zu den Beleuchtungselementen eines R3 Modells konnte sogar eine stärkere Leuchtkraft der LED´s festgestellt werden.

Das selbstverständlich pixelfehlerfreie und hinter einer Makrolon-Platte (Polycarbonat) verbaute Full-HD Display verfügt über einen guten Kontrast und stellt die Farben ordentlich dar. Fairerweise muss aber erwähnt werden, dass es nicht das Nonplusultra ist, was der Markt zu bieten hat. Ein Retina oder RGB-LED Display der M17X Revisionen 1 und 2 spielt da in einer ganz anderen Liga. Verzweifeln muss man deshalb nicht. Denn Alienware hat noch 2 weitere Displays im Portfolio, das zu mindestens im qualitativ höherwertigen Fall gegen Aufpreis konfigurierbar ist.

Alienware m17x Testgerät

Alienware m17x Testgerät

Letzteres ist das stereoskopisches 3D Display mit 120Hz Technologie, welches um eine noch höhere Helligkeit verfügt und ein noch kontrastreicheres Bild darstellt. Bei dessen Konfiguration liegt dem Laptop automatisch eine nVidia Shutterbrille bei, welche mit dem bereits im Display verbauten Controller kommuniziert. Mit Auswahl dieses 3D Bundles büßt man übrigens aus technischen Gründen die nVidia Optimus Funktion ein, der man sich sonst nicht entziehen kann! Viele User greifen allein schon aus diesem Aspekt zum 120Hz Display … ohne 3D jemals zu nutzen zu wollen. (Hinweis: 3D und Optimus nur mit nVidia Karten)

 

Die Alleinstellungsmerkmale des Alienware M17X

Was unterscheidet Alienware nun von anderen Herstellern, die die gleiche Hardware im Portfolio haben? Es ist die Ausstattung und das Design, womit sich Alienware in den vielen Jahren einen Namen gemacht hat. Wer einen Alien bestellt, bekommt auch einen geliefert. Zumindest vom Aussehen her ist diese Aussage stimmig. Aggressive Gehäusedesigns und frei einstellbare Beleuchtungselemente (besonders erwähnenswert die in vier Beleuchtungszonen eingeteilte Tastatur), dazu der markante beleuchtete Alienhead auf dem Displaydeckel. Nur wenige andere Notebooks stellen dem User so viele Anschlüsse bereit wie der M17X R4 es tut.

Alienware m17x anschluesse

Alienware m17x anschluesse

rechte Seite:
optisches Laufwerk, Kartenleser, 2x USB 3.0, eSATA / USB 2.0, HDMI-In
linke Seite:
Kensington Lock, RJ-45 Gigabit-LAN, VGA, HDMI, Mini-DisplayPort, 2x USB 3.0, 4x Sound

Es sind aber noch weitere Features, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich werden. Wer der Meinung ist einen gummierten Plastikbomber vor sich stehen zu haben täuscht gewaltig. Im Gegensatz zu den ersten Revisionen ist das Chassis nicht mehr aus Aluminium, sondern einer leichten Magnesiumlegierung gefertigt. Diese weist bei sehr geringem Gewicht eine hohe Festigkeit auf und vermag Wärme sehr gut aufzunehmen und wieder abzugeben. Besonders dieser letzte Punkt ist es, der bei einem Gaminglaptop stark ins Gewicht fällt.

Ein weiteres sehr angenehmes Unterscheidungsmerkmal ist die Anzahl vorinstallierter Software, die bei einem Komplett-PC oft nicht unerheblich ist. Alienware beschränkte sich diesbezüglich schon immer auf das wesentliche.

 

Das Alienware M17X Notebook im Test

So kommt auch dieses Testsystem, wie jedes andere Seriengerät auch, nicht nur mit dem mächtigen Command Center – für die Steuerung der Multimediafunktionen des Systems –, sondern auch mit einer Verwaltungssoftware namens Alien Autopsy – für die Überwachung der Komponenten, Garantie, Treiber und Co., der Software Alien Respawn – für die komplette Wiederherstellung des Auslieferungszustandes –, sowie der Cyberlink Software MediaSuite Essentials – zur Nutzung multimedialer Inhalte, á la BluRay etc.

Alienware Command Center

Alienware Command Center

Vorinstalliere Antivirensoftware oder 30tägige Office Pakete sucht man glücklicherweise vergeblich. Optional kann bereits bei der Bestellung angegeben werden, ob Steam vorinstalliert werden soll. An dieser Stelle der Hinweis, dass Alienware User das Spiel Portal kostenlos bekommen und bei bestätigter Option dieses bereits in der eigenen Spielebibliothek wiederfinden können.

In der Regel werden die Geräte in der Produktion mit den aktuellen Treibersets ausgestattet, welche der breiten Öffentlichkeit oftmals erst erheblich später offiziell zum Download angeboten werden. Der Theorie nach soll der Hauptaufgabe des Aliens, dem gemeinen Zocken, kein Stein in den Weg gelegt werden.

In der Praxis kommt es jedoch meistens immer anders …
Unser Testsystem wurde bereits im Januar dieses Jahres ausgeliefert und wurde uns erst Anfang März zur Verfügung gestellt. Das ist auch der Grund weshalb die in der Zwischenzeit von Dell veröffentlichten Updates erst von uns installiert werden mussten.

 

Probleme nach dem Start des Alienware m17x Notebooks

Über die Sinnhaftigkeit der Redewendung „never change a running system“ lässt sich bekanntlich streiten. In unserem Fall war dies nicht nur aus Testgründen von vornherein ausgeschlossen, sondern es war leider auch bitter nötig! Bereits nach dem ersten Start und erfolgreicher Personalisierung des Betriebssystems wurde sehr schnell klar, dass etwas mit der gegebenen Leistung nicht stimmen konnte. Magere 6.6 Punkte vergab z.b. der Windows-Leistungsindex nVidia´s Vorzeige-Highend Grafikkarte GTX 680M. Jegliche Versuche das System mit neuen offiziellen Treibern zu füttern wurden zudem mehrfach mit Microsofts neuer BlueScreen Darstellung quittiert.

Leistungsindex Alienware m17x

Leistungsindex Alienware m17x

Diesen Gegebenheiten nach hatten wir also auch gleich einen triftigen Grund die Software Alien Respawn zu testen, welche auf Garantie sonst nicht zum Einsatz gekommen wäre. Respawn – im Gamerjargon umgangssprachlich für den Wiedereinstieg nach dem virtuellen Tod –, ist zweifellos ein triftiger Titel für eine Backupsoftware, welche das System innerhalb weniger Minuten auf den Auslieferungszustand zurücksetzt, dabei auf eine versteckte Partition mit dem Systemabbild zurückgreift und freundlicherweise alle persönlichen Daten des Users beibehält (auf Wunsch).

Glücklicherweise verrichtete das Tool eine perfekte Arbeit und hat uns eine Menge Arbeit abgenommen. Die uns sowieso ziemlich unbekannte Vorgeschichte des Gerätes haben wir damit kurzerhand ausgelöscht. Alle Treiberupdates ließen sich dann sogar problemlos installieren.

Die Freude war leider nur von kurzer Dauer. Nun war es die Killer Netzwerkkarte, für die Dell einen Aufschlag von ganzen 60,- € verlangt, welche mehrmals die Stunde einen Abbruch der WLan-Verbindung generierte. 3 verschiedene Treiberversionen konnten das Problem nicht beheben. Geschweige denn von einer noch zusätzlich vorhandenen Bluetooth Inkompatibilität/Problematik!! Bereits an dieser Stelle möchten wir daher ausdrücklich vor der Konfiguration dieser Komponente warnen, eben so, wie wir es auch im Forum der AW-Community bereits seit geraumer Zeit an tun!!

 

Benchmark des Alienware m17x Garming Laptops

Bestätigt hat uns in dieser Einschätzung auch das Ergebnis der Futurmark Benchmarklösung 3DMark 11 von knapp über 6000 Punkten. Unübertaktete Vergleichssysteme aus der Community erreichen problemlos eine Punktzahl von über 6200 (Seriengeräte sollten diesen Wert direkt erreichen).

Trotz knapper Zeit musste der Referenzshooter Battlefield 3 für mehrere Runden herhalten. Selbst mit in den Settings „Hoch“ bis „Ultra“ und zusätzlich installiertem FXAA Injector konnten größtenteils über 50 Fps erreicht werden. In Anbetracht des Verhaltens unseres zickigen Aliens und der Tatsache, dass die Win8 Treiberoptimierung noch lange nicht ausgereizt ist, werden in Zukunft wohl noch weitaus höhere Leistungswerte realistisch sein!

Genau diesem Punkt schieben wir übrigens kackfrech die Schuld für die aufgetretenen Schwierig-keiten in die Schuhe und freuen uns über die Tatsache, dass Win 7 noch immer konfigurierbar ist!

hardware uebersicht alienware m17x

hardware uebersicht alienware m17x

 

Konfigurierempfehlung powered by AW-Community.com

Als Belohnung für das Durchlesen und damit ihr euch beim nächsten Kauf garantiert nicht ärgert:
– Festplatte und Arbeitsspeicher minimal konfigurieren und selbstständig aufrüsten!
– 3D Display für überragende Bildwiedergabe wählen (und Vermeidung von Optimus – sofern nVidia Grafikkarte ausgewählt, ATI Karten unterstützten kein 3D!).
– Grafikkarte möglichst hoch konfigurieren (mobile Karten sind hard to get!)
– Unbedingt von der Killer Wireless Karte Abstand nehmen!
– Die angebotenen CPU´s stellen keinen Flaschenhals dar … stärkste CPU selten erforderlich!
– VOS minimalisieren und nachträglich an der Hotline verlängern (günstiger)
– Für ein stabileres/runderes Gesamtbild Win 7 statt Win 8 nehmen.

 

Fazit: Trotz Probleme empfehlenswert: Alienware m17x

Diesen negativen Aspekten zum Trotz gibt es auch sehr positive Dinge zu berichten. An oberster Stelle ist es definitiv die Bootzeit, welche mit nur 15 Sekunden zur App-Oberfläche (ehemals Metro), überraschen kann. Das Windows 8 ist dabei auf einer regulären HDD installiert! Möglich wird diese Zeit jedoch erst mit 2 Features. Zum einen ist es die aktivierte UEFI (Nachfolger vom klassischen BIOS) BOOT Funktion sowie das Vorhandensein einer 32GB großen Caching SSD, welche neben der Unterstützung des Bootvorganges auch den Start häufig genutzter Programme im regulären Betrieb supportet.

„540“]Von Seiten der Hardware ist der modulare Aufbau des Gerätes ganz klar positiv zu erwähnen. Bereits nach Abnahme der Bodenplatte erhält man Zugang zu CPU, GPU, HDD und Ram, welche allesamt austauschbar und selbstständig aufrüstbar sind. Einzig beim Ram gilt es zu beachten, dass 2 der insgesamt 4 Bänke unter der Tastatur verbaut sind! Ein weiteres absolutes Highlight ist der HDMI-IN Anschluss der den Laptop in ein Wiedergabegerät für beispielsweise Konsolen oder Set-Top-Boxen verwandelt!

Auch nach mehreren Monaten seit der Verfügbarkeit des neuen Betriebssystems Windows 8 ist es auf Seiten der Software zum Teil noch etwas holprig. Das belegen auch die Intervalle in dem Dell neue Updates veröffentlicht. Dennoch lassen sich bei sorgsamer Einrichtung bereits ordentliche Performancewerte erreichen.
Sorgsame Einrichtung deshalb, da uns bedauerlicherweise nur ein sehr begrenztes Zeitfenster für den Test zur Verfügung stand und die anfänglichen Probleme uns nicht wirklich in die Karten gespielt haben.

 

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