Dell Tablet XPS 10 im Test | Teil 1

Testbericht Dell Tablet XPS 10

Testbericht Dell Tablet XPS 10

Dell Tablet XPS 10 bei DellManiac im Test

Das wird mal wieder in längerer Testbericht. Aber letztlich geht es ja darum, sich einen Eindruck vom neuen Dell Tablet XPS 10 zu machen. Da Dell sich hier in einem Umfeld mit großer Konkurrenz bewegt, fällt der erste Blick natürlich um so genauer aus. Heute betrachte ich erst einmal nur das Äußere. Es geht mir noch nicht um die Funktionialität, der wende ich mich in der kommenden Woche zu. Wenn Ihr Fragen zum neuen Dell Tablet XPS 10 habt, dann meldet Euch bei mir!

Von Dell haben wir folgende Tablet-Konfiguration bekommen:

 

Dell XPS 10 Testgerät-Konfiguration

„590“]Display: 10,1-Zoll-HD-Display (1.366 × 768), Multitouch-Funktion
Prozessor: Qualcomm® Snapdragon™ S4 Dual-Core-Prozessor/1,5 GHz
Arbeitsspeicher: 2 GB RAM
Speicher: 64 GB Flash-Speicher

Anschlüsse: microUSB, microSD-Kartenleser
Mobil: WLAN, Bluetooth 4.0, Strom
Kameras: 2-Megapixel-Webcam (vorne), 5-Megapixel-Kamera (hinten)
Sensoren: Kompass, Umgebungslichtsensor, Gyroskop

Tastatur-Anschlüsse: 2 x USB 2.0, Micro-HDMI, Strom
Abmessungen / Gewicht: 275 x 9,7 x 179 mm / 630 g

 

Erster Eindruck vom Dell Tablet XPS 10

Als wir das Dell XPS 10 Tablet nach der Ankündigung zur IFA 2012 endlich in der Hand halten konnten (seit dem Spätsommer sind dann doch ein paar Wochen ins Lang gegangen), waren wir zugegebenermaßen ein wenig irritiert: Irgendwas war anders an diesem Dell Tablet – mehr wussten wir auch nicht. Was dieses „anders“ war konnten wir nicht sagen.

Dell Tablet XPS 10 mit Adaptern und Stromkabel

Dell Tablet XPS 10 mit Adaptern und Stromkabel

Um herauszufinden was uns da irritierte, haben wir in einem ersten Schritt erst einmal alle unsere Pads mitgebracht. Es ist ja nicht so, dass der eine oder andere von uns nicht schon seine Erfahrungen mit anderen Pads gemacht hätte. Im unmittelbaren Vergleich viel uns dann sofort auf, was uns zuvor irritiert hatte: Das Dell Tablet XPS 10 hat ein komplett anderes Seiten-Format als die üblichen Pads. Unsere Vergleichs-Pads haben ein Seitenverhältnis von 16:10 (Galaxy Pad) bzw. 4:3 (Ipad 3) und befinden sich damit in einem eher rechteckigen Querformat. Das Dell Tablet XPS 10 hingegen hat ein 16:9 Seitenverhältnis. Galaxy Pad und Ipad entsprechen also eher dem klassischen TV-Format, während das XPS 10 mit dem Kinoformat vergleichbar ist. Mit dieser Entscheidung für das 16:9 Format verbunden, ist auch die die klassische 16:9 Auflösung des Displays mit 1.366 × 768 Bildpunkten. Das Dell Tablet XPS 10 hat also ein hochauflösendes Display, das mehr Bildpunkte als das Samsung Galaxy II mit 1.280 x 800 Bildpunkten und weniger als das IPad 3 mit 2.048 x 1.536 Bildpunkten aufzuweisen hat.

Durch sein Format von 16:9 ist das Dell Tablet XPS 10 breiter als die Vergleichs-Pads, und in der Höhe eben auch schmaler. Bei der Nutzung bekommt man eher das Gefühl, das Dell Pad XPS 10 möchte lieber im Querformat gehalten werden als Hochkant. Dieses Querformat entspricht ja letztlich auch unseren normalen Sehgewohnheiten. Das freihändige Halten des Dell Tablets kann aber auf Dauer auch ganz schön anstrengend werden, denn der größere Hebel des Querformat macht sich doch nach ein paar Minuten bemerkbar. Das Halten wird anstrengender. Da das Hochformat für mich optisch nicht soviel hermacht, bleibe ich im Querformat und lege das Dell Tablet einfach auf meinem angewinkelten Bein ab.

 

Dell Tablet XPS 10, Galaxy Tab, Nexus Google

Dell Tablet XPS 10 im Vergleich zum Galaxy Tab und Nexus von Google

Überhaupt möchte das Dell Tablet XPS 10 gern mit beiden Händen festgehalten werden. Denn Windows RT reagiert vor allem, über das Wischen von den Seitenrändern. Da ist es eigentlich schade, dass Dell den Home-Button an der Unter/Oberseite im Querformats des Tablets angebracht hat. Denn das ist dann doch ein „weiterer“ Weg, als wenn dieser Button an der Seite positioniert worden wäre. Dass es aber überhaupt diesen Home-Button gibt, finde ich großartig! Ich stehe dann doch zu sehr auf Hardware-Lösungen, um den schnellen Weg nach Hause zu finden.

 

Optik und Haptik des Dell Tablet XPS 10

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Insgesamt wirkt das Dell XPS 10 sehr hochwertig. Das brillante HD-Display wird durch Gorilla-Glas geschützt und ist in einen Metallrahmen eingefasst. Die Rückseite besteht aus einer rutschfesten, gehärteten Gummi-Plastik-Beschichtung, wie sie vom Dell XPS 12 Ultrabook bekannt ist. Diese Beschichtung fühlt sich warm und wertig an. Leider merkt sich die Oberfläche hier relativ schnell die Spuren der Finger. Da wäre es schön, wenn Dell ein Microfasertuch spendiert hätte – denn das ist das einzige, um die Spuren zu tilgen. Dieses Problem mit Fingerspuren haben aber letztlich alle Tabs.

Aufgrund der ausgesprochenen Breite des Tabs, kommt es hin und wieder auch zu kleinen Knarz-Geräuschen, wenn man Druck auf die Kanten des Tablets ausübt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob hier nicht auch der Tester in mir durchgekommen ist – ich kann mich nämlich nicht erinnern, diesen Test auch bei meinem privaten Tablet gemacht zu haben.

 

Anschlüsse des Dell Tablet XPS 10

Im letzten Jahr haben die Tablets erstmals spürbar die Verkäufe im Notebook und Desktop-PC zurückgehen lassen. Klar, sind doch Tablets gerade für den Heimgebrauch (also wenn es mal nicht ums Arbeiten geht) die viel bessere Möglichkeit, sich mit der Welt zu vernetzen. Bisher jedoch waren die Tablets in ihrer Konnektivität stark eingeschränkt. Bei den meisten Tablets läuft fast alles über die Cloud. Doch wenn ich meine Daten nicht auf einem Server hinterlegen möchte? Weil ich zum Beispiel vielleicht irgendwann nicht mehr an die Daten komme, wie im Fall Mega Upload. Oder weil ich einfach nicht möchte, dass die amerikanische Regierung mitliest, wie bei Dropbox. Oder weil ich Google und Apple nicht noch mehr von meinen Daten geben möchte als sowieso schon. Dann habe ich mit den meisten Tablets ein Problem.

Kopfhörerbuchse und Lautstärkereglung beim Tablet

Kopfhörerbuchse und Lautstärkereglung beim Tablet

Dell geht da einen anderen Weg. Dem Tablet sind nämlich von Hause bereits die unterschiedlichsten Schnittstellen mitgegeben worden: Zum einen gibt es ein Micro-USB-Port, über den Festplatten direkt mit dem Tablet verbunden werden können. Außerdem hat Dell ein Mini-SD-Card-Slot für SD-Karten eingebaut. Damit legt Dell die Grundlage dafür, dass das Tablet unabhängig vom eingebauten Speicher genutzt werden kann. Filme, Fotos, Musik, Office-Dokumente usw. können so unproblematisch ausgelagert werden, so dass es eben nicht wie bei anderen Tablets zu einem Speicherplatz Problem kommt.

Während der Mini-SD-Card-Slot durch eine lange silberfarbene Abdeckung geschützt ist, ist die Micro-USB-Buchse unmittelbar neben dem Dock-Connector platziert worden. Wenn das Tablet im Dock platziert wird, dann fehlt dieser Zugang dementsprechnd. Da das Dock jedoch über zwei USB-Steckplätze verfügt, ist jedoch kein allzu großes Problem. Eine Sim-Karte kann leider nicht verwendet werden (der Empfang ist ausschließlich über W-Lan möglich), so dass Angebot wie von 1und1, bei denen man das Gerät bereits hat und dementsprechend weniger bezahlt, nicht nutzen.

Weiterhin gibt es beim Dell Tablet XPS 10 einen proprietären Stromstecker/Dock-Connector und eine Audiobuchse. Rechts oben (wenn oben ins Verhältnis zum Home-Button unten gesetzt wird), befindet sich der Power-Button, sowie die Knöpfe für die Lautstärke auf der linken Seite oben. Alle Tasten lassen sehr gut bedienen. Und schließlich: Dell hat seinem Tablet XPS 10 zwei Lautsprecher spendiert. Wieso ich das überhaupt erwähnen muss? Weil etwas beim Ipad 3 auf einen zweiten Lautsprecher verzichtet worden ist.

 

Tastatur-Dock des Dell Tablet XPS 10

Dell XPS 10 Tablet und Tastaturdock

Dell XPS 10 Tablet und Tastaturdock

Zusätzlich zum Tablet bietet Dell ein Tastatur-Dock an, das das Tablet nicht nur um eine Tastatur, sondern auch um mehrere wesentliche Schnittstellen erweitert. Diese sind insofern spannend, als sie die Möglichkeit nahelegen, das Dell XPS 10 Tablet als gleichwertig zu einem PC zu betrachten. So verfügt das Tastatur-Dock über 2 USB 2.0 Schnittstellen und einen Micro-HDMI-Port. Vor allem der Micro-HDMI-Port ist dabei hoch interessant, denn darüber sollte es möglich sein, das Tablet an einen größeren Monitor bzw. Beamer anzuschließen. Das probiere ich aber am Wochenende aus. Zusammen mit einer größeren USB-Tastatur (die des Tastatur-Docks ist für das dauerhafte Arbeiten dann doch zu klein), ist es nun möglich, seine komplette Office-Arbeit über das Tablet zu organisieren und auch länger daran zu arbeiten.

Das Tastatur-Dock verfügt außerdem über eine zusätzliche Batterie, die die Nutzungsdauer des Dell XPS 10 Tablets fast verdoppelt. Soll das Dell Tablet für sich allein bis zu 10 1/2 Stunden durchhalten, sollen Tablet und Dock zusammen auf über 18 Stunden ohne extra Stromzufuhr kommen! Das sind schon enorme Werte, die wir bisher aber noch nicht überprüft haben.

Das Einführen des Tablets in die dazugehörige Docking-Tastatur bereitete mir am Anfang ein paar Probleme. Das lag aber in erster Linie an meiner eigene Unsicherheit. Schließlich will man ja nichts kaputt machen. Nach ein wenig Übung stellte sich aber heraus, dass es nur eine Frage des richtigen Winkels ist. Wer das Dell Tablet XPS 10 ohne Tastatur-Dock bestellt, wird die Gummi-Blenden beim Tablet belassen. Für die das Tastatur-Dock hingegen werden sie nicht benötigt.

Schutzblenden beim Dell XPS 10 Tablet

Schultzblenden beim Dell XPS 10 Tablet

Das Tablet selbst ist relativ stabil in der Tastatur gefasst. Die Konstruktion ist natürlich fragiler, als wenn es das selbe Gerät mit Scharnier wäre, aber bis auf ein wenig wackeln des Tablets nach der Berührung passiert nicht viel. Die Dockingtastatur ist für mein Geschmack ein wenig zu klein. Das kann an meinen großen Finger, oder der eingeübten Tastaturbedienung auf einem 15 Zoll Notebook liegen. Für mich sind die Abstände zwischen den Tasten einfach zu klein, so dass ich mich immer wieder verschreibe. Aber das ist bestimmt nur eine Frage der Übung – oder eben der Größe der Finger. Dell selbst gibt übrigens an, dass das Tastatur-Dock bei ca. 92 Prozent der Größe einer normalen Tastatur liegt.

Der Tastenanschlag selbst ist in mittlerweile gewohnter Dell-XPS-Qualität sehr überzeugend. Nichts klappert, der Druckpunkt liegt an der richtigen Stelle. Das Dock verfügt außerdem über ein Mousepad. Wofür ich das bei einem Touch-Display benötige ist mir zwar schleierhaft, aber es stört ja nicht – zumal ich es über die Tastenkombination Fn+F4 ausschalten kann.

Um das Tablet wieder von der Docking-Tastatur zu lösen, gibt es einen Hebel, der auch ohne Probleme funktioniert.

 

Erstes vorläufiges Fazit

„590“]Bei den bisher genannten Unterschieden zu den anderen Tablets gibt es viel was für das Dell Tablet XPS 10 spricht, anderes hat die Konkurrenz besser gemacht. Ein Blick auf die Werte verrät zum Beispiel, dass Apples‘ Retina-Display-Auflösung auch von Dell nicht erreicht wird (allerdings sehe ich keinen Unterschied mehr zwischen den unterschiedlichen hochauflösenden Displays). Der Wechsel ins 16:9 Format wirkt zu Beginn ein wenig ungewöhnlich, macht das Handling manchmal auch ein bisschen komplizierter ist insgesamt aber für die Augen wesentlich angenehmer.

Nachdem gerade bei Tablets in den letzten Monaten das Hohelied auf die Cloud gesungen worden ist, bin ich über eine vernünftige Schnittstelle zu externen Geräten ausgesprochen dankbar. Im letzten Winterurlaub hatten wir auf den Bergen nämlich keinen ordentlichen W-Lan-Empfang und auch der Kontakt via Hotspot zum Satelliten war so langsam, dass wir schlussendlich nicht auf die Dropbox zugreifen konnten. Der abendliche Filmabend musste ausfallen.

Mit der Verwendung von Windows RT (auf die hier bisher noch gar nicht eingegangen wurde), geht Dell mit seinem XPS 10 Tablet auf jeden Fall einen sinnvollen Weg – weg vom Tablet als Spielzeug, hin zu einer Kombination aus Livestyle und Arbeit. Was aktuell gerade als Work-Live-Balance die Runde macht: Dell hat es mit seinem Tablet XPS 10 in ein Gerät gegossen.

In der nächsten Woche geht’s dann mit dem Ausprobieren des Dell Tablets XPS 10 weiter.
 

 

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