Test: Dell Inspiron 15R SE – Testbericht [1. Teil]

Dell Inspiron 15R SE Test - DellManiac Testpilot

Testbericht: Inspiron 15R SE

„537“]Wir haben es geschafft: Nach langem bitten und betteln, sind wir in den Dell Verteiler für die Testgeräte aufgenommen worden und haben das Inspiron 15R SE zugesandt bekommen. Wir hoffen damit, für Euch ab sofort in regelmäßigen Abständen Dell Geräte testen und ausführlicher vorstellen zu können. Zusammen mit den DellManiac Testpiloten kann es uns so gelingen, dass wir einen Großteil der Dell Produktpalette durchtesten können. Dabei sind wir als DellManiacs zwar emotional ein wenig voreingenommen, dennoch werden wir auch ein kritisches Auge auf die Produkte werfen. Es soll ja darum gehen, dass Ihr einen Eindruck bekommt, der dem Produkt auch nah ist.

Heute starten wir mit dem Inspiron 15R SE. Im 1. Teil werden wir vor allem unseren 1. Eindruck schildern. Wie wirkt das Gerät nach dem ersten Anschalten, wie ist die Optik und wie die Haptik?

 

Der erste Eindruck

Das Inspiron 15R SE liegt vor mir. Nachdem wir es gestern ausgepackt haben, konnte ich jetzt die ersten Schritte mit dem neuen Rechner gehen. Der erste Eindruck ist gut: der Inspiron 15R SE ist solide verarbeitet, es quietscht und wackelt nichts. Doch warum muss ich so etwas überhaupt erwähnen? Weil in letzter Zeit immer wieder auch Laptops auf den Markt gekommen sind, die eben nicht so gut verarbeitet waren. User klagen in unterschiedlichen Foren, dass es PC-Hersteller vor allem im mittleren Preissegment an Qualität in der Verarbeitung mangeln lassen. Nicht jedoch Dell beim Inspiron 15R SE – alles macht einen rundum guten Eindruck!

 

 

Ein Leichtgewicht ist das Inspiron 15R SE nicht gerade, aber es ist ja auch kein Ultrabook. Mit seinen 2,9 Kg bewegt es sich durchaus im Rahmen vergleichbarer 15“ Laptops. Der Vorteil des Gewichts und der Gummifüßen ist dabei, dass es eines der ersten Notebooks ist (mit denen ich gearbeitet habe), das tatsächlich rutschfest ist. Keine Bewegung am Rechner, egal wie viel und oft ich auch daran wackele und ziehe.

 

Das Gehäuse

Wie Ihr sicherlich im Unboxing-Video gesehen habt, haben wir als allererste Maßnahme (und noch vor allen Tests) das Cover geswitcht. Der Eindruck aller beteiligten DellManiacs war dann auch, dass das rote Switch Cover viel stylischer aussieht als die dunkle Wabenstruktur des Originals. Insgesamt wurde das Inspiron 15R SE mit matten bzw. gestrichen wirkenden Oberflächen designt. Leider gibt es die Switch-Cover Möglichkeit nicht auch für die Tastatur-Umgebung. Dann würde ich mir wahrscheinlich das ein oder andere Cover schenken lassen und morgens beschließen, welche Farbe am Besten zu meiner Laune passt. Die Wabenstruktur ist allerding für die Hände haptisch sehr angenehm. Da jedoch die Spuren meiner Finger dort verewigt werden, bin ich auch immer mal wieder am Putzen – mache das aber gern.

Inspiron 15R SE - Luefter

Inspiron 15R SE – Anschlüsse für Strom, VGA, Lüfter, HDMI, 2x USB 3.0, Mikro, Kopfhörer

Woran ich mich allerdings erst gewöhnen muss, ist der Lüftungsschlitz auf der linken Seite. Wieso ich mich an einen Lüftungsschlitz gewöhnen muss? Weil auf der linken Seite immer wieder warme Luft rauskommt (das gibt es so beim Desktop-Rechner nicht). Wenn ich also meine linke Hand neben den Inspiron 15R SE lege, dann gibt es bisschen Handschmeicheln. Da ich bisher noch nicht mit Prozessorintensiven Programmen gearbeitet habe, ist die Luft bisher auch freundlich warm. Am Wochenende wollen wir mal eine Runde auf dem Laptop zocken, mal schauen wie warm es dann werden wird und was dann auch der Geräuschpegel des Lüfters sagt.

Die Scharniere für das Display sind fest und gut eingestellt. Das Display verbleibt also in der Position, in der ich es haben möchte. Da es zwischen Display und Body keine Magneten wie bei anderen Laptops gibt und die Scharniere wirklich stark eingestellt sind, muss man schon Body und Deckel festhalten und dann mit beiden Händen das Gerät öffnen.

Der Austausch des Akkus geht, wie im Video gesehen, absolut unproblematisch.

 

Die Ausstattung

Beim Blick auf das Gehäuse des Inspiron 15R SE sollen natürlich die unterschiedlichen Anschlüsse nicht verschwiegen werden. So ist das Inspiron 15R SE zum Beispiel großzügig mit 4 x USB 3.0-Anschlüssen bestückt worden (wobei einer von den Anschlüssen auch Strom abgibt wenn der Rechner nicht an ist). Für die Filmabende gibt es einen HDMI-Port und für den älteren Beamer auch einen VGA-Anschluss. Lautsprecher- und Mikro-Anschluss sind selbstverständlich.

DVD Laufwerk des Inspiron 15R SE

Inspiron 15R SE – DVD, 2x USB 3.0, LAN

Einzig das BlueRay/DVD-Laufwerk wirkt ein wenig spillig, also nicht ganz so hochwertig. Bis der CD-Schlitten ausgefahren ist, dauert es noch ein bisschen, so dass ich erst geneigt war davon auszugehen, dass das Gerät nicht funktioniert – schließlich sind wir ja nicht die ersten, die das vorliegende Inspiron 15R SE testen. Mein Eindruck kann aber auch daher kommen, dass es sich beim DVD-Laufwerk nicht um ein Slot-In-Laufwerk handelt, die wirken ja immer ein wenig edler.

Auch ein Kartenleser ist vorhanden, der mit SD, SDHC, SDXC, MMC(+), MS (PRO) und xD kompatibel ist. Gigabit-LAN, W-Lan und Bluetooth 4.0 sichern die notwendige Mobilität des Inspiron 15R SE ab.

 

Nach dem Start

Nach dem Start will die bereits installierte Windows-7-Home-Premium-Edition erst einmal Aufmerksamkeit: Benutzer sollen benannt werden und Programme wollen bestimmte Grafikkarten-Ressourcen zugewiesen bekommen. Aber alles geht schnell und der Rechner kann genutzt werden. Ein Großteil an notwendiger Software ist bereits vorhanden: Klar, der Internet Explorer ist natürlich fürs Surfen im Internet dabei, aber auch Skype zum Telefonieren und vor allem Office-Starter sind vorhanden – der Inspiron 15R SE ist damit also von Beginn an arbeitsfähig.

 

Tastatur und Touchpad

Ich schreibe den ganzen Tage, weshalb für mich die Tastatur neben dem Display das wichtigste Element eines Rechners. Wie lang ist der Weg des Anschlags? Wie sensibel die Reaktion auf den Anschlag – muss ich die Tasten hämmern, oder kann ich die Finger weich darüber fliegen lassen?

Inspiron 15R SE - Tastatur

Inspiron 15R SE – Tastatur

Es schreibt sich auf dem Inspiron 15R SE sehr angenehm. Die Tasten klackern nicht, die Finger können fliegen und bekommen ausreichend Widerstand, damit ich als Schreiber auch haptisch fühle was ich auf dem Display sehe. Nämlich, dass ich etwas geschrieben habe. Die Tasten sind leicht angeraut, so dass die Finger auch nicht abrutschen. Die Buchstaben sind aufgeklebt, dürften aber eine Weile halten (ich habe an einer Stelle gekratzt und konnte den Buchstaben nicht lösen).

Gern hätte ich bei unserem Modell die beleuchtete Tastatur ausprobiert, zumal wir ja an der Diskussion darüber vor ein paar Wochen rege beteiligt waren. Diese Tastatur, die im Dell Shop für 40,- Euro dazu bestellt werden kann, haben wir leider nicht bekommen.

Dafür leuchtet der Startknopf. So weiß ich wenigstens, wo ich im Dunkeln das Gerät anbekomme. Außerdem gibt es noch drei Zusatztasten, die entweder das Mobilitätscenter von Windows oder das Profil der Soundkarte für Spiele, Musik oder Film auswählen lassen. Die dritte Taste kann individuell belegt werden.

Mauspad vom Inspiron 15R SE

Touchpad vom Inspiron 15R SE

Das Touchpad ist in einer vernünftigen Größe angelegt und reagiert weitestgehend präzise. Kleine Verzögerungen gibt es, wenn ich mehreren Fingern auf dem Touchpad Gesten wische (Zoom, scrollen), die fallen aber nicht weiter auf. Da Touchpad und Tastatur sich beim Schreiben manchmal nicht so gut vertragen (wer beim Schreiben immer mal bei einem anderen Absatz landet als geplant, weiß wovon ich rede), kann das Touchpad über eine Tastenkombination deaktiviert werden (Fn+F5) und es leuchtet ein orangefarbenes Licht über dem Touchpad auf.

Auch die Maustasten sind gut zu bedienen, mit ihrem klaren Druckpunkt klackern sie nicht und reagieren insgesamt sehr gut.

 

Das Display

Die großen Tests haben wir angesichts der Vor- und Nachbereitung zur IFA 2012 noch nicht machen können, daher bleibt es in diesem Bericht erst einmal nur bei einem ersten Eindruck. Unser Testgerät hat einen matten Monitor, was ich persönlich immer besser finde.

Inspiron 15R SE in der Sonne

Inspiron 15R SE in der Sonne

Das Display ist es sehr hell und es gibt auch keinen merklichen Unterschied zwischen Akku- und Netzbetrieb. Was auffällt ist, dass das Display aus vielen unterschiedlichen Perspektiven gut eingesehen werden. Allerdings schwindet dann die Farbtreue: Dass sich das Farbspektrum schon bei einem Wechsel der Perspektive um ein paar Grad ändert, ist für mich allerdings nur dann problematisch, wenn ich am Inspiron 15R SE auch wirklich Grafikarbeiten machen würde. Ansonsten fällt die Veränderung kaum ins Gewicht.

Die entspiegelte Oberfläche verbunden mit einer sehr guten Helligkeit lassen das Inspiron 15R SE zu einem guten Laptop für die Arbeit und das Spielen in der Natur werden. Solange die Sonne nicht voll auf das Display knallt, kann alles weiterhin sehr gut gesehen werden.

 

Erstes Fazit

Insgesamt macht das Inspiron 15R SE einen sehr guten ersten Eindruck. Der Body aus Aluminium und die Möglichkeit des Switchcovers, machen es zu einem Laptop, das sowohl edel wirkt als auch Lust darauf macht, Spiele zu spielen. Dell selbst promotet das Inspiron 15R SE vor allem als Multimedia Notebook und auch ich würde die Zielgruppe sicherlich in erster Linie bei Studenten und Schülern sehen. Inwieweit es aber als Spiele-Notebook taugt, werden wir noch testen.
„537“] Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut: das Display bleibt an Ort und Stelle, nur das BlueRay/DVD-Laufwerk machte nicht den stabilsten Eindruck auf mich. Das muss es aber auch nicht, schließlich soll vor allem der Laser später den Datenträger gut auslesen können – und das macht er. Vor allem die Tastatur des Inspiron 15R SE hat es mir angetan. Hier fliegen die Finger schnell über die Tasten, so dass es Spaß macht, auch längere Texte zu schreiben.

Die Anschlüsse sind ausgesprochen vielfältig und auf dem neusten Stand der Technik: 4x USB 3.0, ein Kartenleser, der mit den meisten gängigen Speicherkarten umgehen kann, sind nicht selbstverständlich. Dass W-Lan, Bluetooth 4.0 und Gigabit-LAN dabei sind, ist aus meiner Sicht selbstverständlich. Sie funktioniert aber auch, was wiederum leider nicht selbstverständlich ist.

Das matte Display unseres Testgeräts weiß überzeugte nicht zuletzt im Freien, auch wenn es nicht aus allen Perspektiven Farbtreu ist, aber das spielt eigentlich nur in der Druckvorstufe eine Rolle und stört daher auch nicht weiter. Einzig das Raster, das beim genauen Hinsehen zu sehen ist, hat mich zu Beginn ein wenig irritiert. Mittlerweile sehe ich es aber auch nicht mehr. Viel wichtiger ist, dass es ordentlich hell und mit guten Kontrasten ausgestattet ist.

Inspiron 15R SE im SwitchCover

In der kommenden Woche werde ich mir das Inspiron 15R SE mal in den Performance-Werten anschauen. Wie gut lassen sich Spiele darauf zocken? Hält das W-Lan auch Online-Spiele aus? Und: Wie geht das Inspiron 15R SE mit dem neuen Windows 8 um? Mehr darüber erfahrt Ihr im 2. Teil des DellManiac Testberichts in der nächsten Woche. Dann klären wir auch, ob das Inspiron 15R SE wirklich als XPS 15 Nachfolger taugt.

 
Teil 2 Dell Inspiron SE Testbericht

Ähnliche Artikel: